Kinder- und Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit, 004 Geschlechterreflektierte Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit

Jungen* können fürsorglich sein – wie können wir sie dabei unterstützen?

In Kooperation mit Dissens - Institut für Bildung und Forschung

2155/22Die entscheidende Rolle, die unbezahlte Fürsorgearbeit und Fürsorgeberufe in unserer Gesellschaft spielen, hat die Corona-Pandemie noch einmal verdeutlicht. Doch warum arbeiten so wenig Männer in sozialen Berufen und übernehmen Fürsorgeaufgaben im Haushalt? Neben der gesellschaftlichen Bewertung von Fürsorge spielen unter anderem traditionelle Geschlechtsanforderungen eine Rolle: Durch diese wird Fürsorge Mädchen zugeschrieben und Jungen nicht. Einen großen Einfluss auf die Veränderung dieses Zustandes und die Verbindung von Fürsorge und Männlichkeit kann die Pädagogik haben. Eine erfolgreiche Erweiterung des Verhaltens von Jungen* hin zu mehr individueller und gesellschaftlicher Fürsorge hat zur Voraussetzung, dass pädagogische Fachkräfte ihnen geschlechtersensibel zur Seite stehen. Sie erhalten neben relevanten Informationen, darunter das Konzept der fürsorglichen Männlichkeiten, die Möglichkeit, vielfältige Methoden zu erproben, die in der Arbeit mit Jungen* zum Einsatz kommen können. Die leitende Fragestellung ist: Wie lassen sich Jungen* zu mehr Fürsorge unterstützen?
Info
Termine20.09.2022 und 21.09.2022
ZielgruppeFachkräfte der Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit aus Berlin und Brandenburg
Teilnahmezahlmaximal 12
Dozent/inDr. Daniel Holtermann
VerantwortlichClaudia Lutze
OrtJagdschloss Glienicke
Anmeldeschluss 26.07.2022