Kinder- und Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit, 006 Jugend(sozial-)arbeit und Schule

Aggressionen und aggressivem Verhalten von Kindern und Jugendlichen angemessen begegnen

2316/22Um Gewalt und Radikalisierung vorzubeugen, müssen Fachkräfte in Schulen den Kindern, die ihre Aggressionen zeigen, angemessen begegnen. Das Verhalten von Kindern und Jugendlichen ist ihr persönlicher Ausdruck dafür, wie es ihnen mit sich selbst geht und wie sie in ihrer Familie, in ihrer Umwelt und in der Schule zurechtkommen. Aggressionen sind eine gesunde emotionale Reaktion auf die Angst vor dem Verlust des eigenen Wertes, auf Angst vor Ablehnung und Ausgrenzung. Wenn Erwachsene darauf nicht angemessen reagieren, können sich die Aggressionen in Gewalt verwandeln, sich gegen Sachen, andere Menschen oder, bei introvertierten Menschen, gegen sich selbst richten. Es bedarf eines Überdenkens des bisherigen Umgangs mit Aggressionen. Moralische Verurteilung wirkt in der Regel kontraproduktiv und erzieherische Maßnahmen, die das Kind erniedrigen und dem Erwachsenen erlauben, in Form von Schimpfen und Ausgrenzung selbst aggressiv zu sein, haben mitnichten die gewünschte Vorbildwirkung. Verschiedene Regelwerke für Erwachsene und Kinder vermehren und verstärken eher die Konflikte. In dem Seminar werden die Wurzeln und Auslöser von Aggressionen vermittelt, Reaktionen auf aggressives Verhalten jenseits von Sanktionen und Schimpfen erarbeitet sowie die dazu notwendigen Ressourcen der Erwachsenen aktiviert. Die Grundlagen dieses Seminars finden sich in dem Buch ‚Aggression – Warum sie für uns und unsere Kinder notwendig ist von J. Juul.
Info
Termine05.09.2022 und 06.09.2022
ZielgruppeFachkräfte öffentlicher und freier Träger der Jugendarbeit, schulbezogenen Jugend(sozial)arbeit, Schulstationen, Lehrer/innen aus Berlin und Brandenburg
Teilnahmezahlmaximal 13
Dozent/inBarbara Keller, Klemens Röthig
VerantwortlichSabine Hellmuth-Preß
OrtJagdschloss Glienicke
Anmeldeschluss 11.07.2022