Fachbereichsübergreifende Themen, Vielfalt von Lebenswelten gestalten

Armut ist Diskriminierung! Klassismuskritische Kinder- und Jugendhilfe ganz praktisch

8058/19Als Klassismus wird die Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft bezeichnet. Klassismus enthält Menschen Ressourcen vor und würdigt sie herab. Betroffen sind zum Beispiel erwerbslose Menschen, arme Menschen und wohnungslose Menschen. Ein klassismuskritischer Blick auf Armut und klassistische Machtverhältnisse erfährt in der Kinder- und Jugendhilfe sowie gesamtgesellschaftlich bisher wenig Aufmerksamkeit. Dabei wirken sich die unterschiedlichen sozio-ökonomischen Verhältnisse, in denen Kinder und Jugendliche aufwachsen, stark auf ihre Lebensmöglichkeiten aus. In der Fortbildung wird es darum gehen, was Klassismus ist, wie er eine gerechtere Gesellschaft verhindert; aber auch, was sich gegen Klassismus tun lässt. Wir werden uns unter anderem mit folgenden Fragen beschäftigen: Welche Auswirkungen haben klassistische Machtverhältnisse auf die Lebensrealitäten von Kindern und Jugendlichen, die in armen Familien aufwachsen? Wie sind Klassismus und andere Diskriminierungsformen, z. B. Rassismus und Sexismus, dabei miteinander verstrickt? Wie können pädagogische Fachkräfte den Auswirkungen von Klassismus und Armut begegnen? In der Fortbildung werden wir die eigene Klassenherkunft und soziale Position reflektieren und diskutieren, welchen Einfluss hat diese auf die eigene Haltung und pädagogische Praxis hat. Die einzelnen Aspekte klassismuskritischer pädagogischer Arbeit werden dialogisch und (selbst)reflexiv behandelt. Durch das Bewusstmachen eigener Verortungen werden Handlungsoptionen für ein klassismuskritische Praxis entwickelt.
Info
Termine19.09.2019 und 20.09.2019
ZielgruppeFachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe aus Berlin und Brandenburg
Teilnahmezahlmaximal 14
Dozent/inFrancis Seeck
VerantwortlichClaudia Lutze
OrtJagdschloss Glienicke
Anmeldeschluss 08.08.2019