Kindertagesbetreuung, Inklusion, Vielfalt, Diskriminierungssensibilität

Heulsusen und starke Jungs? Geschlechter- und diversitätsgerechte Sprache in der Kita

In Kooperation mit Queerformat - Fachstelle Queere Bildung

4772/20 ‚Wirf nicht wie ein Mädchen! – ‚Mit dem hübschen Kleid kannst du doch nicht klettern ... Sprache bildet Realität nicht nur ab, sie erschafft sie auch. Sie ist ein Handlungsinstrument, mit dem Geschlechterrollen oftmals verfestigt und vielfältige Lebensweisen abgewertet werden. Kinder lernen all dies unbewusst schon früh und erfahren durch Sprache Inklusion und Anerkennung oder Ausschluss und Verletzung. Indem z. B. die ‚starken Jungs zum Tischtragen gerufen werden oder Mädchen als ‚Heulsusen bezeichnet werden, werden Geschlechterklischees weitergetragen. Indem Gruppen nach Jungs und Mädchen aufgeteilt werden, erleben inter- und transgeschlechtliche Kinder oft schon früh Ausgrenzung. Jedes Kind, unabhängig von seiner Geschlechtsidentität, sexuellen Orientierung oder anderen sozialen Aspekten, hat das Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, auf eine diskriminierungsfreie Lernumgebung und auf Beteiligung. Sprache spielt hierbei eine zentrale Rolle, denn sie erzählt ‚von der Wertschätzung für Personen und Dinge innerhalb der Gemeinschaft (BBP, S. 18). In diesem Seminar erwerben die Teilnehmenden Fachwissen zu den theoretischen Grundlagen und praktischen Umsetzungsmöglichkeiten geschlechter- und diversitätsgerechter Sprache in der Arbeit mit Kindern. Erfahrungsbezogene Übungen unterstützen sie zudem dabei, ihren eigenen Sprachgebrauch zu reflektieren und Diskriminierungen im Sprechen wirksam entgegenzutreten. Im Seminar wird mit interaktiven und beteiligenden Methoden gearbeitet.
Info
Termine02.11.2020 und 03.11.2020
Zielgruppe Erzieher/innen und Quereinsteiger/innen aus Kindertageseinrichtungen in Berlin
Teilnahmezahlmaximal 9
Dozent/inN.N.
VerantwortlichClaudia Lutze
OrtQueerformat Fachstelle Queere Bildung, Lützowstraße 28, 10785 Berlin
Anmeldeschluss 24.08.2020