Aktuelles und Fachübergreifendes, Vielfalt von Lebenswelten gestalten

Strategien der Gewaltprävention aus einer intersektionalen Perspektive erkunden

In Kooperation mit dem Institut für genderreflektierte Gewaltprävention - ifgg

8057/20Bei der Identifizierung ‚guter Gründe für das eigene gewaltförmige Verhalten antworten Jugendliche auf die Frage ‚Was macht dich wütend? häufig mit Aussagen wie ‚arrogante Leute, die so tun, als seien sie was Besseres , ‚ungerechte Lehrkräfte, die sich nicht für uns interessieren , ‚wenn jemand meine Familie oder mich beleidigt , ‚wenn jemand Hurensohn oder Schlampe zu mir sagt . In diesen Aussagen werden Hinweise auf eigene Gewalt- und Diskriminierungserfahrungen implizit wie explizit zur Sprache gebracht. Das können Erfahrungen prekärer Lebensverhältnisse und begrenzter gesellschaftlicher Teilhabe sein, möglicherweise verbunden mit rassistischen, auf Herkunft/ Hintergrund abzielende Diskriminierungserfahrungen und/oder sexistisch konnotierten Ab-und Aufwertungsstrategien im Kontext gegenderter (Selbst-)Konzepte. Hier bietet sich die Weiterarbeit mit einer ‚intersektionalen Perspektive auf Gewaltverhalten und –verhältnisse an. Das Modell der ‚Intersektionalität mit Blick auf eine machtkritische, emanzipatorische, gewaltpräventive pädagogische Arbeit mit Jugendlichen wird genauer zu erkunden sein. Entlang konkreter Beispiele aus der Praxis wird es vertiefend darum gehen, wie eine intersektionale Perspektive dazu beitragen kann, gewaltförmig agierende Jugendliche bei der Entwicklung alternativer, empowernder Handlungsstrategien zu unterstützen.
Info
Termine08.09.2020 und 09.09.2020
ZielgruppeFachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe aus Berlin und Brandenburg
Teilnahmezahlmaximal 14
Dozent/inChristiane Quadflieg
VerantwortlichClaudia Lutze
OrtJagdschloss Glienicke
Anmeldeschluss 30.06.2020