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Ungleich-Behandlung vorurteilsbewusst begegnen – Intersektionale Perspektiven in der Praxis?

8059/20Ungleich-Behandlungen, z. B in Bezug auf Geschlecht, sozio-ökonomische Herkunft, Hautfarbe, ethnische oder kulturelle Herkunft, körperliche Fähigkeiten, sexuelle Lebensweisen, Aufenthaltsstatus, Religion und Alter sollten im pädagogischen Handeln berücksichtigt sein. Insbesondere in der sozialen Arbeit und Pädagogik ist es wichtig, um das Zusammenwirken verschiedener Ausgrenzungsformen zu wissen und einen professionellen Umgang damit zu erlernen. Wie diesen komplexen Lebensrealitäten begegnet werden kann, soll hier herausgefunden werden. Zunächst geht es im Seminar darum, Situationen aus der eigenen praktischen Arbeit nachzuspüren, in denen diese Verschränkungen eine Rolle spielen und und genauer zu betrachten, durch welche Mechanismen Ungleich-Behandlungen aufrechterhalten werden. Hierbei kann das Konzept der Intersektionalität hilfreich sein. Es untersucht das Zusammenwirken von verschiedenen sozialen Kategorien und deren Ungleichheits- und Machtverhältnisse. Damit kann auf mehrdimensionale Diskriminierungserfahrungen aufmerksam gemacht und ein achtsamerer Umgang damit geübt werden. Ziel ist es, gemeinsam alternative Handlungsansätze für die eigene Praxis zu entwickeln und damit erste Schritte zu einer Veränderung der Verhältnisse zu gehen.
Info
Termine07.10.2020 und 08.10.2020
ZielgruppeFachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe aus Berlin und Brandenburg
Teilnahmezahlmaximal 13
Dozent/inNele Kontzi
VerantwortlichClaudia Lutze
OrtJagdschloss Glienicke
Anmeldeschluss 29.07.2020