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Ossis – Wessis, Muttis – Mamas … 30 Jahre Einheit: Alles Geschichte(n) oder heute noch relevant?

8063/20Der 3. Oktober 1990 steht in der Bundesrepublik Deutschland für ein historisch bedeutsames Ereignis: Den Vollzug der deutschen Wiedervereinigung und das Ende der 40jährigen Teilung des Landes. Ebenso trat an diesem Tag das Kinder- und Jugendhilfegesetz in den neuen Bundesländern und zum 1. Januar 1991 in der gesamten Bundesrepublik Deutschland in Kraft. 30 Jahre später scheint es keine Rolle mehr zu spielen, ob wir ‚Ossi oder ‚Wessi sind. Wir sind vereint, keine Mauer spaltet das Land, zwei deutsche Staaten gehören längst der Vergangenheit an. Ein Grund dankbar zu sein. In dem Seminar wollen wir dennoch einen Blick unter diese Oberfläche wagen und der Frage nachgehen, ob bzw. wie die biografischen Erfahrungen, Verletzungen und Spuren, wie unsere ‚Ost- oder West-Identitäten und Zuschreibungen noch heute – drei Jahrzehnte später – wirken. Im kollegialen Austausch werden wir dies mit Bezug auf die professionelle Praxis diskutieren und reflektieren, ob die eigene Sozialisationsgeschichte als ‚Wessi oder ‚Ossi auch heute noch bedeutsam ist für unser berufliches Handeln, z. B. für die Zusammenarbeit im Kollegium, für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen oder für den Dialog mit deren Eltern.
Info
Termine17.08.2020 und 18.08.2020
ZielgruppeFachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe aus Berlin und Brandenburg
Teilnahmezahlmaximal 18
Dozent/inClaudia Lutze, Michael Pifke
VerantwortlichClaudia Lutze
OrtJagdschloss Glienicke
Anmeldeschluss 08.06.2020