Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit, 004 Geschlechterreflektierte Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit

Ich blute, also bin ich! Pädagogisches Handeln bei selbstschädigendem Verhalten von Mädchen

In Kooperation mit Wildwasser e. V.

2154/21Fachkräfte werden oft mit selbstverletzendem Verhalten von Mädchen konfrontiert: Hilfeschrei oder Erpressung? Oder beides? Die ersten emotionalen Reaktionen können von großer Betroffenheit über ein scheinbar grenzenloses Hilfsangebot bis zu aggressiver Abwehr reichen. Die wichtigste Voraussetzung für professionelles Handeln bietet ein möglichst weitgehendes Verstehen des Hintergrundes der betroffenen Mädchen. Folgende Fragen werden Schwerpunkt der Fortbildung sein: Welche Formen des selbstschädigenden Verhaltens gibt es? Welche Funktion hat das selbstschädigende Verhalten für die Mädchen? Welche Möglichkeiten gibt es, dieses aufzugeben, ohne andere dysfunktionale Verhaltensweisen entwickeln zu müssen? Welche Botschaften wollen die Mädchen transportieren: in Bezug auf andere, aber auch in Bezug auf ihren eigenen, z. T. abgespaltenen Körper? Kann das selbstschädigende Verhalten auch ein Akt der Selbstfürsorge sein? Wie kann Unterstützung auf der Grundlage einer authentischen emotionalen Basis der Beraterin aussehen? Wie sehr kann mit der Selbstverantwortung gearbeitet werden, wie stark muss bei massiver Selbstschädigung interveniert werden? Wo liegen die Grenzen? Auf der Grundlage theoretischen Verständnisses zu diesem Thema wird gemeinsam vor dem Hintergrund der jeweiligen Arbeitsbereiche ein angemessenes pädagogisches Handeln erarbeitet. Dabei wird die Überprüfung der jeweiligen Haltungen und der eigenen emotionalen Befindlichkeit eine wichtige Rolle spielen.
Info
Termine04.05.2021 und 05.05.2021
ZielgruppeFachkräfte der Mädchenarbeit bzw. Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit aus Berlin und Brandenburg
Teilnahmezahlmaximal 20
Dozent/inDorothea Zimmermann
VerantwortlichClaudia Lutze
OrtOnline
Anmeldeschluss 23.03.2021