Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit, 004 Geschlechterreflektierte Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit

Selbstsorge in der Arbeit mit sogenannten ‚perspektivlosen Jungen*

In Kooperation mit Dissens – Institut für Bildung und Forschung

2159/21(Sozial-) Pädagogik muss ihre Berechtigung meist über Problemlagen begründen. Und in der Tat tragen viele der Klient*innen ein schweres ‚Päckchen auf ihren Schultern. Protest, Verweigerung, Depression, Hoffnungslosigkeit oder exzessives Abtauchen in alternative Welten (Drogen, virtuelle Realitäten, Porno, teilweise auch Radikalisierungen) erscheinen vielen Jungen als gangbare Wege aus momentanen Miseren. Für die Fachkräfte, die Jugendliche mit dem Auftrag begleiten, Wege für eine individuell gute Zukunft zu ebnen und Stärken zu fördern, ist das manchmal schwer auszuhalten. Erfahrungen aus der eigenen Kindheit und Jugend (Gegenübertragungen), aber auch die Bereitstellung von Empathie führen viele auf Dauer auch an und über ihre Grenzen. In diesem Seminar soll es um die Selbstsorge gehen. Gunther Schmidts ethischer Imperativ des altruistischen Egoismus ist der Ausgangspunkt: Die Idee, dass wir am besten unterstützen und begleiten können, wenn es uns selbst gut geht. Ausgehend von einem Input zum Verständnis von Männlichkeitsdynamiken werden wir uns in diesen zwei Tagen den eigenen ‚wunden Punkten zuwenden. Welche Situationen bringen mich an meine Grenzen? Was könnte dies mit meinen eigenen biografischen Erfahrungen zu tun haben? Welche Haltungen und Umgangsweisen sind geeignet, um längerfristig auch mit Menschen in sehr herausfordernden Situationen zu arbeiten? Mit Übungen, die der gewaltfreien/wertschätzenden Kommunikation entlehnt sind, werden wir uns den Zugang zu Selbstempathie erarbeiten.
Info
Termine05.10.2021 und 06.10.2021
ZielgruppeFachkräfte der Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit aus Berlin und Brandenburg
Teilnahmezahlmaximal 14
Dozent/inMichael Hackert
VerantwortlichClaudia Lutze
OrtGLS Campus, Kastanienallee 82, 10435 Berlin
Anmeldeschluss 24.08.2021