Freie Plätze für Seminare im Februar/März

  • 2405/19 Kulturelle Konflikte und deren Bearbeitung in der transkulturellen Jugendarbeit vom 13.-15.2.2019
    Konflikte mit und zwischen pubertierenden Jugendlichen sind herausfordernd für alle Beteiligten. Besonders tiefgreifend sind Konflikte, die auf kulturellen Werten oder religiösen Überzeugungen beruhen. Die Arbeit mit Jugendlichen verschiedener sozialer oder kultureller Herkunft wird dann oft als schwierig oder unberechenbar erlebt.  Nach Trompenaars ist Kultur wie eine Zwiebel, nur die äußerste Schale - Symbole wie Frisuren, Kleidungsstile, Logos oder Rituale wie Gesten, Tanzformen, Mutproben - ist direkt zu erkennen. Missverständnisse und Konflikte entstehen, weil die darunter verborgenen Schichten und Grundannahmen nicht gesehen oder nicht kommuniziert werden.  In der Fortbildung werden die Grundmodelle ziviler, gewaltfreier Konfliktbearbeitung und transkulturellen Lernens vermittelt. Symbole, Rituale, Werte, Glauben, Erfahrungen, Sprache, Musik, Farben, Gerüche und andere kulturelle Schätze bilden Grund und Schlüssel zu kulturellen Konflikten. Es werden unterschiedliche Zugänge zu den äußeren und inneren Schichten der Kulturen und Religionen betrachtet.  Die Arbeitsweise ist ganzheitlich und erfahrungsorientiert, z. B. mit theaterpädagogischen Übungen, um Methoden auszuprobieren und eigene Interventionen für die alltägliche Praxis zu entwickeln.

 

  • 8062/19 Umgang mit Diskriminierung in der Kinder und Jugendhilfe – Zwischen Bauchgefühl und Profession  vom 12.-13.03.2019 In Kooperation mit dem Mobilen Beratungsteam Berlin, Stiftung SPI      
    In Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe treffen eine Vielzahl unterschiedlicher Menschen, verschiedener Milieus und Lebenswelten aufeinander und nicht immer verlaufen diese Zusammentreffen konfliktfrei.
    Was können Pädagogen/-innen tun, wenn Kinder und Jugendliche und/oder ihre Eltern diskriminieren und Ideologien der Ungleichheit offen vertreten? Was ist ein Vorurteil und wo beginnt Diskriminierung?
    Vor welchen besonderen Herausforderungen stehen Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe hier? Wie kann der Spagat zwischen Beziehungsarbeit und Grenzziehung gelingen? Welche Erfahrungen haben wir selbst gemacht?
    Welche Ziele verfolgt unser pädagogisches Handeln? Helfen diversityorientierte und inklusive Ansätze in der Praxis?
    In diesem Workshop steht ein Austausch über diese und weitere Fragen im Vordergrund.
    Ziel ist es, das eigene pädagogische Handeln zu reflektieren und einen Orientierungsrahmen zu erarbeiten, um zu mehr Handlungssicherheit zu gelangen.
    Anmeldefrist ist der 11.02.2019

 

  • 2102/19 TOLEDO to do - Das Diversity-Planspiel  - Qualifizierung zum/r TOLEDO-Teamer/in
    In Kooperation mit LIFE e.V. und dem Institut für Demokratieentwicklung (I.D.E)
    vom 14.03. bis 15.03.2019

    Bedrohungsgefühle nehmen in der Gesellschaft zu: Ängste vor Terroranschlägen und Fundamentalisten/-innen, aber auch vor dem Anstieg rechtsextremer und rassistischer Gewalt. Diese Ängste bedrohen den gesellschaftlichen Zusammenhalt, da mit ihnen das Misstrauen und die Gräben zwischen den verschiedenen Gruppen wachsen und zunehmen, ein Wir – Ihr Gefühl entsteht. Diese gesellschaftliche Entwicklung bringt für die Arbeit von Pädagogen/-innen in Schulen und Jugendeinrichtungen besondere Herausforderungen mit sich: Wie können komplexe Themen an der Schnittstelle von Diversität, Rassismus, Extremismus und Demokratischer Bildung an Jugendliche vermittelt werden? Wie kann in heterogenen Gruppen der Zusammenhalt quer zu allen Gruppenidentitäten gestärkt werden?
    'Toledo to do' ist eine neue, interaktive Plan- und Rollenspiel-Methode, die in der schulischen oder außerschulischen Bildungs- und Jugendarbeit eingesetzt werden kann und ein pädagogisches Konzept zur Bearbeitung von Konflikten im Kontext kultureller, ethnischer, religiöser und weltanschaulicher Vielfalt bietet. Das Planspiel stärkt die Diversity- und Demokratiekompetenz vor allem mit Blick auf religiöse oder weltanschauliche Vielfalt und diesbezügliche Konflikte und fördert die historische und kulturelle Bildung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ab 15 Jahren.
    Im Rahmen einer Qualifizierung durch LIFE e.V. können sich Pädagogen/-innen als TOLEDO to do-Teamer/innen ausbilden und zertifizieren lassen.
    Anmeldefrist ist der 11.02.2019