Freie Plätze im SFBB für Fachkräfte der Jugendhilfe

Herausforderungen und Chancen kultureller Vielfalt und Umgang mit Trauma in der Jugend(sozial)arbeit vom 2. bis 3.9.2019, 9.45-17.15 Uhr (Veranstaltungsnummer 2108/19)

Das Thema 'Geflüchtete Menschen' ist in der gesellschaftlichen Diskussion hochaktuell. Fachkräfte der Jugend(sozial-)arbeit stehen im pädagogischen Alltag vor ganz besonderen Herausforderungen. Sie begegnen Kindern und Jugendlichen aus verschiedenen kulturellen Kontexten mit Fluchtgeschichten und oft auch traumatischen Erfahrungen. Dies kann als stark belastend erfahren werden sowie Unsicherheiten auslösen und langfristig zu Burnout führen oder eine Sekundärtraumatisierung hervorrufen.

Im Seminar werden Basiswissen zum Thema Flucht und Trauma sowie traumapädagogische Strategien zur Stabilisierung der Kinder und Jugendlichen und zum Selbstschutz der Fachkräfte vermittelt. Eigene kulturelle Bezüge werden reflektiert und Wege aufgezeigt, wie durch vorurteilsbewusste Pädagogik Begegnungen kultureller Vielfalt gestaltet werden und eine Chance zur gemeinsamen Entwicklung bedeuten können.

Praktische Interventionen und lösungsorientierte Ansätze werden gemeinsam ausprobiert. Dabei wird es Raum für Erfahrungsaustausch, kollegiale Beratung und Selbstreflexion geben.

Dozentin: Sibylle Rothkegel, Psychotherapeutin und Supervisorin

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Vielfalt, Ausgrenzung und Populismus - Methodenseminar für die politische Jugendbildung vom 24.09.2019 und 25.09.2019, 9.45-17.15 Uhr (Veranstaltungsnummer 2101/19)

Unsere Welt ist vielfältig und komplex. Unser Zusammenleben verläuft nicht immer konfliktfrei. Vorurteile und populistische Ansichten scheinen einleuchtende Erklärungen und Lösungen für viele Probleme zu bieten. Jugendliche sind manchmal besonders empfänglich für einfache Weltbilder, bieten sie doch Orientierung und die Möglichkeit zur provokanten Selbstinszenierung. Politische Jugendbildung hat den Auftrag, jungen Menschen Räume zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und politischen Fragen zu eröffnen und sie dabei zu begleiten, demokratische Prinzipien zu erlernen und Probleme und Herausforderungen multiperspektivisch zu diskutieren und zu reflektieren. Politische Bildung fußt dabei auf anerkannten fachlichen Standards und verfügt mittlerweile über ein großes methodisches Repertoire.

Das Seminar hat zum Ziel, gemeinsam Methoden der politischen Bildung aus den Themenfeldern Diversity, Diskriminierung und Demokratie auszuprobieren und zu reflektieren, in welchen Kontexten der Jugendarbeit diese eingesetzt werden können und was bei Durchführung und Auswertung zu berücksichtigen ist. Darüber hinaus wird es eine Einführung in die Grundlagen und Qualitätsstandards politischer Bildung geben.

Dozentinnen: Ann-Sofie Susen (MBT-Berlin) und Johanna Dietrich (SFBB)

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Fair handeln und Konfliktfähigkeit mit Betzavta und dem Schwert trainieren vom 29.10.2019 und 30.10.2019, 9.45-17.15 Uhr (Veranstaltungsnummer 2112/19)

Für ein gutes Miteinander ist es wichtig, gemeinsam Entscheidungen zu treffen und konstruktiv mit Konflikten umgehen zu können.

Bezavta ist ein Trainingsansatz, der sowohl die Kompetenz fördert, mit Unterschieden in Gruppen umgehen zu können als auch die eigenen Konflikt- und Entscheidungskompetenzen weiterzuentwickeln.

Im Seminar werden spielerisch Situationen geschaffen, in denen sich die Teilnehmenden mit sich widersprechenden Positionen, Einstellungen und Bedürfnissen konfrontiert sehen und handeln dürfen. Mit dem Holzschwert (aus der japanischen Kendo-Kampfkunst) schulen wir die Haltung und Wahrnehmung im Kontakt.

Dozent*innen: Petra Kammerer (Diplom-Psychologin, systemische Supervisorin) und Patrick Urban, Kursleiter für Achtsamkeitsverfahren/Kendo-Praktizierender

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